Ein Tag mit Christine Clauß – Politik aus Leidenschaft

„So viel Zeit muss sein! Essen hält Leib und Seele zusammen.“ Christine Clauß lacht, trotz ihres dichten Terminkalenders als Sozialministerin nimmt sie sich Zeit für eine kurze Pause. Nach einer zweistündigen Arbeitsberatung zum Thema Pflege ging es gleich in ein Leipziger Klinikum. Dort zeigt man ihr modernste Technologien und erläutert neue Behandlungsmethoden. In den Gesprächen hört sie aufmerksam zu, fragt nach, lenkt dann den Blick in Diskussionen auf das Wesentliche. Denn für sie ist noch ein anderer Punkt wichtig, für den sie sich stark macht: die Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte. „Unser Gesundheitswesen ist gut, aber wir wollen noch besser werden.“ Fünfundzwanzig Jahre hat sie selbst als Krankenschwester gearbeitet, war lange auf einer Intensivstation tätig. Sie weiß, worauf es ankommt, was im Notfall zu tun ist. Politik macht Christine Clauß seit fast zwanzig Jahren. „Man braucht ein solides Fundament.“ Fleiß, Solidarität, Offenheit, aber auch Demut – das half schon im Krankenhausalltag weiter. Ministerpräsident Stanislaw Tillich berief die 59jährige im August 2008 als Sozialministerin in sein Kabinett. Sie ist überzeugt: „Sozialpolitik ist die Klammer, die unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Nach dem Klinikbesuch gibt’s keine Pause. Auf zu den nächsten Terminen. Zu einer Diskussionsrunde mit Eltern und Erziehern zum Thema „Gesunde Ernährung für Kinder“ und danach eine Bürgersprechstunde im Abgeordnetenbüro. Und am Abend? „Heute Abend hab ich noch einen Termin: Bei meiner Familie.“

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