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    <title>Reden/Referate</title>
    <description>Reden und Referate von Christine Clauß.</description>
    <link>http://www.christine-clauss.de/</link>
    <language>de</language>
    <pubDate>Wed, 06 Jul 2011 14:10:57 +0200</pubDate>
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      <title>Grußwort 20 Jahre Frauenunion Leipzig</title>
      <description><![CDATA[<div><span style="font-size: large;"> <div><span style="font-size: 12px;"> <p>Liebe Cornelia Blattner, meine Damen, meine Herren,</p> <p>es ist Frühling. Das sieht man selbst an einem grauen Tag wie heute - ganz besonders an einem herrlichen Tag wie heute. Welche Farbe hat für Sie der Frühling? Für mich ist es Gelb.<br /><br />Das Gelb des Löwenzahns nämlich, der ganze Wiesen gelb malt und zeigt, dass mit unglaublicher Kraft etwas Neues beginnt. Der Löwenzahn symbolisiert Kraft und Zähigkeit, und Wandlungsfähigkeit.<br />Deswegen ist er das Symbol des Sächsischen Gründerinnenpreises für Unternehmerinnen, die den Sprung in die Selbständigkeit wagen. Einmal im Jahr verleihe ich diesen Preis.<br /><br />Ich verleihe diesen Preis gern und mit viel Respekt; denn eine Existenzgründung verlangt<br />Kraft, Zähigkeit, Wandlungsfähigkeit und viele andere Dinge.Ein gutes Konzept zum Beispiel und die Fähigkeit, dieses Konzept auch offensiv zu verteidigen. Die Offensive ist leider nicht immer die Stärke von uns Frauen.<br />Viel zu oft lassen wir uns von unseren guten Konzepten abbringen.<br /><br />Umso mehr freue ich mich, heute in einer Runde zu sein, die sich nicht von ihren Konzepten abbringen lässt.<br />Im Gegenteil: Sie, meine Damen, haben vor zwanzig Jahren mit der Gründung der Frauen Union Leipzig etwas Neues begonnen; seither Zeit, Kraft und viel Engagement investiert! Auch Sie hätten einen Preis verdient.<br /><br />Und wenn ich könnte, würde ich viel häufiger und viel mehr erfolgreiche, engagierte Frauen mit einem Gründerinnenpreis auszeichnen. Denn der Sächsische Gründerinnenpreis ist mehr als eine Belohnung für eine erfolgreiche Frau. Der Preis soll auch nicht nur zeigen, dass es sich lohnt, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen.<br />Er soll andere Frauen motivieren, zu ihren Ideen und Konzepten zu stehen.<br /><br />Und er soll Mut machen, denn nicht nur der Weg zu einem eigenen Unternehmen ist steinig und mühsam.<br />Noch immer wagen viel zu wenige Frauen diesen Weg.</p> <p>Aber meine Damen, wir sind auf einem guten Weg: Vieles, was vor einhundert Jahren auf der Tagesordnung der Gleichberechtigung stand, ist heute selbstverständlich.<br /><br />Frauen sind gleichberechtigt, Frauen haben die besseren Schulabschlüsse, Stellenausschreibung sind „gegendert“ <br />- oder auf sächsisch "gedschendert" -, wir haben eine Bundeskanzlerin, sind Fußballweltmeisterinnen.<br />Wenn im nächsten Jahr der 100. Internationale Frauentag ansteht, haben wir einen guten Grund zu feiern.<br />Trotzdem, vieles von dem, was auf dem Papier steht, ist im Alltag und in den Köpfen noch immer nicht ganz angekommen.<br /><br />Weil es noch immer zu wenig Männer gibt, die sich um Kinder und Familie kümmern und zu wenig Frauen, die in Leitungspositionen sitzen. Wir brauchen die Selbstverständlichkeit, dass nicht nur „sie“ die Firma, sondern auch „er“ den Kinderwagen lenkt.</p> <p>Aber ich freue mich, dass wir seitens der Politik in den vergangenen Jahren viel dafür tun konnten, dass Väter für ihre Familien da sein und Mütter ihren beruflichen Weg gehen können. Und nicht nur das!<br /><br />Das Engagement von Frauen bereichert unsere Gesellschaft.<br />Frauen sind Trainerinnen, ehrenamtlich unterwegs in Vereinen, Verbänden, Parteien! Sie engagieren sich für Migranten, Menschen mit Behinderungen, sie pflegen, organisieren und koordinieren.<br />Frauen haben ihre eigene Strategie, Beruf, Familie und Engagement unter einen Hut zu bekommen.<br /><br />Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich in Zukunft häufiger hören könnte, dass hinter erfolgreichen Frauen ihre Männer stehen, die ihnen den Rücken freihalten, sie unterstützen und ihnen auch mal was zu essen hinstellen.<br />Eine solche Unterstützung, meine Damen, kann nicht staatlich verordnet werden.<br />Aber der Freistaat Sachsen kann gute Beispiele bekannt machen – und darin sehe ich meine Aufgabe -, wie mit der Auszeichnung erfolgreicher Unternehmerinnen mit dem Gründerinnenpreis.<br /><br />Mut, Selbstvertrauen, Kraft, Ausdauer, Engagement – das sind nur einige Voraussetzungen; nicht nur für eine erfolgreiche Existenzgründung.</p> <p>Aber das wissen Sie, meine Damen, am besten. Die Frauenunion Leipzig ist eine erfolgreiche Existenzgründung und profitiert seit zwanzig Jahren von den Ideen und Konzepten engagierter Frauen.<br />Ich freue mich heute bei Ihnen zu sein und gratuliere Ihnen herzlich zum „20.“<br />Vielen Dank.</p> </span></div> <p> <div><span style="font-size: large;">&nbsp;</span></div> &nbsp;</p> </span></div>]]></description>
      <link>http://www.christine-clauss.de/aktuelles/reden-referate/view/items/grusswort-20-jahre-frauenunion-leipzig</link>
      <pubDate>Mon, 03 May 2010 12:27:00 +0200</pubDate>
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      <title>Impulsreferat</title>
      <description><![CDATA[<p> Bevor ich in mein Impulsreferat einsteige, habe ich zwei Nachrichten  für Sie: eine gute und eine schlechte. Welche möchten Sie zuerst hören?  <br /> Die schlechte Nachricht: Frauen müssen alles doppelt so gut machen  wie Männer. Und jetzt die gute Nachricht: Es ist ganz einfach. </p> <p> Ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass es in unseren Buchläden  eine schier unüberschaubare Menge, nicht nur an Reiselektüre und  Kochbüchern gibt. Auch bei den Ratgebern für alle und in allen  Lebenslagen kann man Stunden verweilen und die Auswahl ist verführerisch  – im wahrsten Sinne des Wortes: <br /> „Einführung in das Kamasutra“,  „Wie werde ich zur besten Liebhaberin“ und vieles andere mehr. Nur  wenige Büchermeter entfernt „In dreißig Tagen eine Wespentaille“! „Warum  bekommen Männer keine Zellulitis?“ Jetzt wird es für mich spannend.  Gesundheit und es lockt das ewig Weibliche in mir. Ich entdecke die  NAN-Regel. Spätestens hier muss ich nachschlagen, denn bis jetzt war mir  nur die ABC-Regel aus dem Erste-Hilfe-Bereich bekannt. (Sie erinnern  sich, Atemwege frei machen, beatmen und dann dem Kreislauf auf die  Sprünge helfen.) <br /> NAN – Nase–Arme–Nabel-Regel. Soll heißen, alle  Schmerzen, die bei uns Frauen zwischen Nase, Nabel unter Einbezug des  Armbereiches auftreten und die nicht innerhalb der nächsten 15 Minuten  verschwinden, können bei uns Symptome für einen Herzinfarkt sein.  Achtung! Aufwasch abbrechen. <br /> Inzwischen gibt es aber in der  Berliner Charité eine Initiative „Frauenherz“, die über besondere  Risikofaktoren und Vorsorgemaßnahmen zum Eva-Infarkt aufklären. Dazu  werde ich mich auf alle Fälle sachkundig machen. </p> <p> Aber sofort  fällt mein Auge auf die Buchtitel, „Warum Männer nicht zuhören und  Frauen schlecht einparken“, „Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe  kaufen“ (Hinweis Frauen Union und rote Pumps). Dies alles unter der  Überschrift: „Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche  Schwächen und amüsante Blicke auf kleine, aber bedeutsame Unterschiede“.  Und mit dem wichtigen Hinweis auf neueste Erkenntnisse der Gehirn- und  Evolutionsforschung. Mit aktueller, ich betone, mit aktueller  Verhaltenspsychologie. Vom STERN benotet mit den Worten: „eine politisch  hinreißend unkorrekte Beziehungskistenfibel“. </p> <p> Da gibt es  nummerierte Tipps zu „was macht einen Mann sexy“: von ausgeprägter Nase  über den flachen Bauch bis hin zu anderen Vergleichen, na Sie wissen  schon!  </p> <p> Und auf einer anderen Seite die Feststellung, dass  tropfende Wasserhähne uns Frauen nachts zur Verzweiflung bringen, wobei  die Männer sich dem Tiefschlaf hingeben. Oder der Lacher, dass Männer  den unsortierten Klumpen schmutziger Wäsche bei 90 Grad durch den  Waschgang jagen. <br /> So weit, so gut. So weit, so gut?! <br /> Für uns  Frauen nicht! Denn spätestens hier werden alte Klischees verstärkt und  in den Köpfen gehen die Schubladen auf. Doch Schubladen-Denken ist immer  gefährlich. Es zementiert Vorurteile, verfestigt Strukturen und im  Bewertungsfall werden dann leider wichtige Entscheidungen im  Bewusstsein, aber schlimmer noch im Unterbewusstsein davon abhängig  gemacht. Schauen wir mal in eine Schublade hinein:  </p> <p> Vielleicht  schmunzeln Sie bei dem nun folgenden Beispiel: Am 30. September dieses  Jahres stand unter der Überschrift „Vorstoß in eine neue Dimension“ in  der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu lesen: „Deutschland  spielt gegen Brasilien um den WM-Titel – und will die Weltmeisterschaft  2011 ausrichten. Noch nie war der Frauenfußball so wertvoll wie heute.  Die Zeit für Rendite ist gekommen.“ <br /> Das war noch ein paar Stunden  vor dem Endspiel um den Weltmeistertitel und eine Spielerin wurde mit  dem Satz zitiert „wir haben Blut geleckt, wir geben alles, um zu  gewinnen!“. Sie haben gewonnen, wiederholt gewonnen. So weit, so gut, so  fantastisch. Aber was mich so argwöhnisch werden ließ, war die  Einführung in den Text. Ich zitiere: <br />  „Man muss nicht unbedingt die  Geschichte vom Kaffeeservice bemühen, dass der Deutsche Fußball-Bund  (DFB) einst für seine Nationalspielerinnen als Prämie bereithielt, um  die neuen Dimensionen zu erkennen, in die der Frauenfußball in diesen  Tagen vorstößt. Es reicht schon der Blick zurück zum letzten  Titelgewinn. Als die Frauen vor vier Jahren in den Vereinigten Staaten  vor zehn Millionen Fernsehzuschauern Weltmeister wurden, war das dem  Verband 15.000 Euro wert; diesmal hat jede Spielerin schon mit dem  Einzug ins Finale an diesem Sonntag gegen Brasilien über 40.000 Euro  sicher. Falls sie wieder gewinnen, werden es mehr als 55.000 Euro sein.  Da im Profisport nichts anderes wie Geld die Anerkennung ausdrückt, kann  man sagen, dass sich der Wert des Frauenfußballs allein in den letzten  vier Jahren verdreifacht hat. „Die Prämie ist eine sehr wichtige Sache“,  sagt DFB-Präsident Theo Zwanziger zu einer strategisch zu verstehenden  Entscheidung. „Wir wollen damit zeigen, was uns die Frauen im Verband  wert sind – gegenüber der Öffentlichkeit, aber auch gegenüber den  Sponsoren.“  </p> <p> Neugierig geworden, habe ich mich um die  Vergleiche zur Männerdomäne bemüht und mir von einem Profi sagen lassen,  dass dort das Fünffache gezahlt wird. So weit, nicht gut! </p> <p> Schauen wir in die zweite Schublade hinein: <br />  „Gehen Frauen anders mit Macht um als Männer“, so fragt Maybrit Illner  in ihrem 2005 erschienen Buch „Frauen an der Macht“. „Anscheinend ja.  Sie sind tendenziell skrupulös und neigen zu Selbstzweifeln, was ihnen  zwei Optionen eröffnet:  </p> <p> Sich in eine Rüstung ostentativen  Selbstbewusstseins zu werfen oder ihre Gefühle zu zeigen. Im ersten Fall  laufen sie Gefahr, als maskulin oder unweiblich abgestempelt zu werden.  Im zweiten Fall dürfen sie sich auf das Label  „Heulsuse“ freuen.  Maybrit Illner veröffentlicht in diesem Buch 21 Berichte erfolgreicher,  mächtiger Frauen. Von Angela Merkel, damals noch  Bundeskanzlerkandidatin, über Liz Mohn bis hin zu Benita  Ferrero-Waldner.  </p> <p> Die Frauen berichten davon, dass trotz aller  Erfolge der letzten Jahrzehnte es nach wie vor gläserne Decken für  Frauen gibt. Es ist das Phänomen, dass viele Frauen diese gläserne  Barriere nicht durchbrechen und zu wenige Frauen in Spitzenpositionen  ganz gleich ob in Politik oder in der Wirtschaft ankommen. Dies wird  auch deutlich an dem Beispiel, dass keines der dreißig DAX-Unternehmen  von einer Frau geführt wird. <br /> Sie berichten von der Solidarität  unter Frauen und von ihren Netzwerken, die allerdings im Vergleich zu  den vielen Männer-Seilschaften noch viel zu wenige sind. Sie berichten  von Kindern und Beruf, denn spätestens bei der Kinderfrage hört auch bei  der jüngsten Generation die Gleichberechtigung auf. Und sie berichten  von den Äußerlichkeiten, die bei Frauen registriert werden: Trägt sie  Schmuck? Trägt sie Kostüm oder Hosenanzug? Mein Gott, was trägt sie für  eine Frisur? Sie sagen uns, bleibt authentisch, ruht in euch selbst. Sie  beschreiben ehrlich ihre Freude am Erfolg, aber auch, wann sie das  letzte Mal vor Wut Tränen in den Augen hatten. Und, dass man besser  alleine weint. Und sie wissen, dass die Luft ganz oben ganz dünn ist. <br /> Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert.  </p> <p>  All diese Beispiele stehen nur fragmentarisch und szeneartig für  Standortbestimmung und Reflexion. Fazit: Der Balanceakt lohnt sich. Ich  habe schon vielen jungen Frauen Mut gemacht und ich finde, dass Frauen  das brauchen. Wir sind immer noch zu zurückhaltend und trauen uns  weniger zu.  </p> <p> Was wir aber bei all unserer Frauen-Power auf all  unseren Wegen und Zielen in Beruf und Familie, in Gesellschaft und  Politik beibehalten sollen und müssen, ist, nie die Lust am Frau-Sein zu  verlieren.  </p> <p> Wir Frauen sind weder blind für die Fehler  unserer „Mit-Frauen“, noch für die Vorzüge unserer Männer. Und eines ist  immer präsent: Wer sich in Konkurrenz begibt – ganz gleich, ob Frau  oder Mann – muss dies auch aushalten können.  </p> <p> Wenn ich amüsant  und trivial begonnen habe, so möchte ich nachsinnend und achtungsvoll  zum Schluss kommen. Dies gelingt wohl besonders, so wir uns an mutige  und außergewöhnliche Vordenkerinnen erinnern. An faszinierende Frauen,  die Wegbereiterinnen für unser Jahrhundert wurden. Ganz bewusst habe ich  für heute Hannah Arendt ausgewählt. Gerade im Zusammenhang mit den  Ereignissen der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung –  beiden Ereignissen gedenken wir ja besonders im Oktober – stehen wir  immer wieder in der Pflicht für die Aufarbeitung der SED-Diktatur und  gegen jede Tendenz von Verharmlosung zu streiten. Dabei ist die  entscheidende Botschaft, die Botschaft von Freiheit und Zivilcourage. <br />  Hannah Arendt wurde am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren. Nach ihrem  Studium der Philosophie, Theologie und klassischen Philologie hat sie  bei Karl Jaspers mit ihrer viel beachteten Arbeit über den  „Liebesbegriff bei Augustinus“ promoviert. 1940 floh sie wegen der  Judenverfolgung nach Amerika. Sie starb am 4. Dezember 1975. Mit ihrer  Schrift über den Ursprung des Totalitarismus gelang es Hannah Arendt als  Philosophin in einer Männerdomäne eine glanzvolle akademische Laufbahn  zu beginnen. Und erhielt damit in Amerika den Ruf zur ersten Inhaberin  des Lehrstuhls für Philosophie. Hannah Arendt wurde als blitzgescheit  und sehr warmherzig beschrieben. Damit sind wir wieder beim Thema Frau.  Helen Wolff beschreibt sie folgendermaßen: „Sie war gewiss einer der am  klarsten denkenden, originellsten Deuter unserer Zeit – ein  politisch-philosophischer Kopf ersten Ranges – eine militante Feministin  war sie nicht.“ Sie soll auf die Frage eines Journalisten, wie sie sich  denn als Frau fühle, geantwortet haben: „Ich bin daran gewöhnt“. <br />  Und sympathisch ist die Episode, dass sie den berühmten und total  verwahrlosten englischen Dichter Auden eine an unmöglicher Stelle  geplatzte Hosennaht stopfte.  </p> <p> Ein großer Teil ihres Werkes  machte ihrem leidenschaftlichen Protest gegen das Verschwinden von  Politik im emphatischen Sinne aus. Sie hat gerungen mit der Frage, was  ist Politik und mit welchen Grundbedingungen menschlichen Daseins das  Politische zu tun hat. Politik nicht als Verwaltungseinheit; Politik aus  Leidenschaft. Sie wollte Politik als Raum, wo freie Bürger sich  begegnen können. Wohl wissend, dass die katastrophalen Erfahrungen des  20sten Jahrhunderts – zwei totalitäre Regimes und die Existenz der  Atombombe – diese Freiheit und die Möglichkeit für immer zerstören  können. Doch sie hat immer betont, dass wir Menschen das Recht haben,  Wunder zu erwarten. Wunder zu erwarten, weil allen Katastrophen zum  Trotz Geschichte ein offener Prozess ist und der Aufbruch zur  Menschheitsgeschichte gehört. <br /> Es gibt diese unberechenbaren Wunder.  Eines haben wir miterlebt: der Fall der Mauer und die Deutsche Einheit.  Und die Gewissheit, dass es auch weitere geben wird. Dafür tragen wir  gemeinsam Verantwortung – Frauen und Männer.  </p> <p> Dankeschön </p>]]></description>
      <link>http://www.christine-clauss.de/aktuelles/reden-referate/view/items/impulsreferat</link>
      <pubDate>Tue, 14 Jul 2009 18:59:00 +0200</pubDate>
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