Neustadt-Neuschönefeld
Stadtbezirk: Ost
Neustadt-Neuschönefeld grenzt im Westen an den Ortsteil Zentrum-Ost, im Osten an Volkmarsdorf sowie Anger-Crottendorf, im Süden an Reudnitz und im Norden an die Anlagen der Leipzig-Dresdner Eisenbahn. Der Ortsteil umfasst die beiden Stadtteile Neustadt und Neuschönefeld vollständig sowie kleine Teile der Stadtteile Reudnitz und Alt-Leipzig.
Der Ortsteil entstand am 18. März 1992 durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, als die Kommunale Gliederung eingeführt wurde.
Geschichte
Neustadt
Leipzig-Neustadt ist eine neuere Ortsgründung. Es entstand nach 1866 auf der Feldparzelle des Rittergutes Schönefeld und hatte bis in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts die Form eines rechtwinkligen Dreiecks. Das Territorium lag, nach heutigen Straßenbezeichnungen zwischen Eisenbahnstraße im Süden, Hermann-Liebmann- Straße im Osten und Rosa-Luxemburg-Straße verlängert gedacht bis zum heutigen Stannebeinplatz.
Zentrum der Neustadt ist noch heute der Neustädter Markt mit der neogotischen Heiligkreuzkirche.
Neuschönefeld
Neuschönefeld wird vom ursprünglichen Stadtgebiet Leipzigs nur durch eine breite Straße getrennt. Das alte Gemeindegebiet Neuschönefelds bildet etwa ein Dreieck, begrenzt durch die Eisenbahnstraße im Norden, Hermann-Liebmann-Straße im Osten und einer Südwest-Grenzlinie zwischen Melanchton-, Jonasstraße, Rabet, Marthastraße.
Diese etwas unregelmäßig erscheinende Südwest-Begrenzung lässt sich zum Teil auf den heute nicht mehr sichtbaren Verlauf des Grenzflußes Rietzschke und zum anderen Teil auf bereits vorher bestehende Grenzen von Nachbargemeinden zurückführen.
Neuschönefeld ist, historisch gesehen, ebenfalls eine neuere Ortsgründung. Es ist weder aus einer bäuerlichen Dorfgemeinschaft noch aus einem alten Ortskern heraus gewachsen.
Grund und Boden gehörten ehemals zu den Feldern des Ritterguts Schönefeld, deren südlichste Feldparzelle bis an die Rietzschke reichte. Ab 1831 wurde dieses Feld für Bauspekulationen freigegeben, weil durch den fortschreitenden Bau der Leipzig-Dresdner Eisenbahnlinie eine Bewirtschaftung des Bodens zunehmend unrentabel erschien.