Zentrum West

tl_files/Wahlkreis/zentrum_west.jpgStadtbezirk: Mitte

Dieser mitten in Leipzig gelegene Stadtteil zeichnet sich durch sein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bürogebäuden sowie zahlreichen Wohnungsmöglichkeiten aus.

Die seit  dem Jahr 2008 unter der Leitung von Sebastian Hartmann bestehende Schauspielbühne in Leipzig nennt sich seit diesem Zeitpunkt „Centraltheater“.

Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Hauptspielstätte des städtischen Schauspiels das traditionsreiche „Alte Theater“ am Brühl, das im Krieg völlig zerstört wurde.

Das ehemalige Operettentheater Centraltheater zwischen Bosestraße und Gottschedstraße, das 1901 von August Hermann Schmidt und Arthur Johlige erbaut wurde und im Krieg ebenfalls stark beschädigt worden war, war eine der ersten festen Behelfsspielstätten des Leipziger Schauspiels nach 1945.

Es wurde zwischen 1954 und 1957 von K. Souradny, R. Brummer und F. Herbst zum heutigen Erscheinungsbild des Schauspielhauses auf- bzw. umgebaut. Die Bühne wurde vergrößert und modernisiert als Kombination aus Dreh- und Wagenschiebebühne. Das Schauspielhaus wurde am 1. März 1957 mit einer Aufführung von Schillers Wallenstein eingeweiht. Ab April 2002 wurde der Zuschauerraum des Schauspielhauses saniert und am 2. November des gleichen Jahres fand mit Wolfgang Engels Inszenierung von Alan Ayckbourns Haus & Garten die erste Vorstellung nach dem Umbau statt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde das Äußere des Theaters renoviert. Das Centraltheater verfügt über 666 Sitzplätze.

Die zweite Spielstätte Skala in der Gottschedstraße versteht sich als Werkstatt, deren Programm sowohl reguläre Inszenierungen (zuletzt Juli – eine deutschsprachige Erstaufführung, Maschinenwinter oder Die Höhle vor der Stadt in einem Land mit Nazis und Bäumen) als auch Performances und Film beinhaltet. Die Skala will spontan auf politische oder gesellschaftliche Ereignisse reagieren können. Sie bietet 99 Sitzplätze.

Die Spielstätte gehört zu jenen Bühnen des Leipziger Schauspiels, die bereits kurz nach 1945 wieder bespielt werden konnten. 1983 wurde sie modernisiert und schließlich am 21. Januar 1984 unter der Bezeichnung Neue Szene (vormals: Kammerspiele) mit der DDR-Erstaufführung von Volker Brauns Guevara oder Der Sonnenstaat wiedereröffnet.

Das Theater hinterm Eisernen befand sich direkt auf der Bühne des Centraltheaters hinter dem eisernen Vorhang - der Feuerschutzwand, die Bühne und Zuschauerraum im Notfall voneinander trennt. Das ThE war von 1994 bis 2008 feste Spielstätte des Schauspiels. Gegenwärtig wird die Hinterbühne von der Spinnwerk-Inszenierung "Das Glücksmagazin" genutzt.

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